Die oben eingefügte Kerze brennt für das Sternenkind der Familie Meinl - Reisinger.
Die Mutter hat auf mein Schreiben reagiert:
-----Ursprüngliche Nachricht----- Von: "Beate Meinl-Reisinger" <beate.meinl@neos.eu> Gesendet: Thursday, 25 July, 2019 20:21 An: "fenia@sternenkind.info
Betreff: Re: Trauer über Fehlgeburt Liebe Fenia Tegenthoff,
Bitte verzeihen Sie die späte Antwort! Herzlichen Dank für Ihr Schreiben! Ich habe mich darüber sehr gefreut und kann mich auch noch gut an die parlamentarische Arbeitsgruppe erinnern, bei der wir uns – ich hoffe ich irre mich da jetzt nicht - kennen gelernt haben. Ich bin ja mit der Wienwahl damals aus dem Parlament raus und konnte daher die weiteren Schritte im Parlament nicht vollständig verfolgen.
Sie haben völlig recht, Fehlgeburten sind ein Thema, dass leider sehr viele Frauen und auch Männer beschäftigt. Das war auch der Grund, warum ich das durchaus bewusst auch aktiv ansprechen wollte. So viele Themen sind bei uns schmerzhafte Tabuthemen. Und nicht selten braucht es auch entsprechende gesetzliche Verbesserungen.
Soweit ich weiß, gab es zumindest 2016 einen Schritt dahin, dass Sternenkinder in das Personenstandsregister aufgenommen werden können. Damit ist man dem Wunsch nach der Beurkundung fehlgeborener Kinder vieler Betroffener nachgekommen.
Ich kann Ihren Wunsch ihre Fehlgeburt beerdigen zu können nachfühlen und es macht mich traurig, dass Ihnen der Wunsch nicht ermöglicht wurde. Auch bei mir war das damals so und ich habe erst Wochen später gemerkt, wie wichtig für mich dieses Abschiednehmen-Können gewesen wäre. Eine Erzählung einer Hebamme gibt mir Hoffnung, dass nicht alle Frauen diese Erfahrungen machen müssen. Sagen Sie. Mir, können wir hier gesetzlich noch weiter etwas klarstellen?
Schöne Grüße Beate Meinl-Reisinger
Ich selbst blicke auf zwei Fehlgeburten Tochter Barbara starb 16.6.1976 Ende der 16. SSW ohne Begräbnis in
Oberösterreich. Meine Tochter Johanna wurde am 10.10.1979 still geboren in der 10. SSW in Tirol, auch sie blieb ohne Begräbnis. Und dann blicke ich noch auf meinen Sohn, der im Alter von zwei
Monaten starb. Bei Ihm und mit ihm erlebte ich ein Begräbnis. Mit Begräbnis ist die Trauer leichter zu ertragen. Und meine Enkeltochter starb zwischen der 5.-6. Schwangerschaftswoche. Auch sie
blieb ohne Begräbnis. Für jeden meiner Lieben brennt eine Kerze.
Und ich bin wiederum in Kontakt mit einer Mutter, die ihr so früh verstorbenes Kind gerne beerdigt hätte, aber nicht beerdigen darf.
Graz: Nach der Fehlgeburt wurde ich sehr depressiv, da die Ärzte mir nie sagten was mit unsere Vanessa geschah! Nach langem Kampf (Rechtsanwalt > Gerichtsverfahren) erfuhr ich, dass Vanessa in der Pathologie ist und ich durfte sie holen. Jetzt hab ich sie in einer Urne zuhause (in Paraffinblöcken) worüber wir sehr dankbar sind. Laut Gerichtsbeschluss durfte ich meine in 3 Parafinblöcken eingeschossene Tochter Vanessa nach Hause holen, aber der Totenbeschau mit anschließend einem würdigen - durch einen Bestatter meiner Wahl ausgeführten - Begräbnis auf einem Friedhof zuführen durfte ich sie nicht! Der vollständige O'Ton zum Sternenkind Vanessa.
In den USA gibt es wegen der ungesetzlichen Vermarktung von Leibesfrüchten eine eigene Petitionen http://citizengo.org/de/26807-planned-parenthood-verkauft-koerperteile-abgetriebener-kinder
dazu eine Antwort von Anne-Marie Rey, Schwangerschaftsabbruch-Infostelle (SVSS), Grabenstr. 21, 3052 Zollikofen / Schweiz vom 11.10.2015:
Liebe Frau Tegenthoff
zu mir kommt niemand zum Schwangerschaftsabbruch. Ich bin nicht Ärztin.
Nein, Embryonen und tot geborene Kinder haben kein Erbschaftsrecht. Erben kann nur, wer lebend geboren ist.
Nein, ÄrztInnen haben kein eigenes Interesse an Leibesfrüchten.
In den USA gibt es KEINE ungesetzliche “Vermarktung von Leibesfrüchten”.
Planned Parenthood hat bloss – mit vorheriger Einwilligung der betroffenen Frauen – Embryomaterial für Forschungszwecke an entsprechende Institutionen abgegeben, gratis, nicht verkauft/vermarktet. Nur spezielle Aufwendungen (z.B. Speditionskosten) wurden verrechnet. Alles andere sind Lügen der US Abtreibungsgegner.
Ich wende mich überhaupt nicht dagegen, dass Paare, die im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft (sei es nach einer Fehlgeburt oder einem Abbruch aus medizinischen Gründen) eine Bestattung wünschen, dies auch durchführen können. Aber dies “von der Zeugung an” zu verlangen ist einfach nur absurd (die Frucht ist bei einem frühzeitigen Abbruch 2-8 mm gross!). Das Gewebe aus Schwangerschaftsabbrüchen wird normalerweise dem Krematorium abgegeben oder wie anderes menschliches Gewebe als spezieller Spital”abfall” verbrannt.
Beste Grüsse Anne-Marie Rey
So sieht die "Zustimmung" zur "Spende" in Österreich am Beispiel von Graz aus:
§ 17
Bestimmung von Bestattungsart und Bestattungsort
(1) Bestattungsart und -ort richten sich nach dem Willen der/des Verstorbenen. Liegt eine ausdrückliche Willenserklärung der/des Verstorbenen nicht vor und ist ihr/sein Wille auch sonst nicht eindeutig erkennbar, steht der Ehegattin/dem Ehegatten, der eingetragenen Partnerin/dem eingetragenen Partner, den volljährigen Kindern dem Alter nach und den Eltern der/des Verstorbenen bzw. einer sonstigen der/dem Verstorbenen nahestehenden Person, die mit ihr/ihm bis zu ihrem/seinem Tode in Haushaltsgemeinschaft gelebt hat, in dieser Reihenfolge das Recht zu, Bestattungsart und -ort zu bestimmen. Ist keine dieser Personen vorhanden oder können sich diese über die Bestattungsart nicht einigen, ist die Leiche der Erdbestattung zuzuführen.
(2) Wenn von den im Abs. 1 genannten Personen für die Bestattung der Leiche keine Vorsorge getroffen wird, so ist das Anatomische Institut der Medizinischen Universität Graz zu verständigen, das die Abholung der Leiche für Forschungs- bzw. Lehrzwecke auf eigene Kosten veranlassen kann. Macht dieses Institut hievon binnen 72 Stunden nach Eintritt des Todes keinen Gebrauch, so ist die Gemeinde, in der der Tod erfolgte bzw. die Leiche oder Leichenteile aufgefunden wurden, verpflichtet, die Bestattung zu besorgen.
(3) Das Anatomische Institut der Medizinischen Universität Graz hat für die Bestattung der von ihm übernommenen Leiche bzw. Leichenteile zu sorgen und die dadurch erwachsenden Kosten zu tragen.
Für eine Zeit halten wir die kleinen Hände des ungeborenen Kindes fest, sein Herz aber ein Leben lang! Artikel 1, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: Alle Menschen werden frei geboren und sind in Würde und Rechten gleichberechtigt. Sie sind mit Vernunft und Gewissen ausgestattet und wir sollten als Geschwister liebevoll miteinander umgehen. HRiC = humanrightsinchildbirth > Menschenrechte vor und bei der Geburt von Kindern.
folge mir auf unserem Blog.
Folgende Info fand Sternenkind.info bestätigt: Erstmals in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wurde das Thema 1998, als bekannt wurde, dass Fehlgeborene in den Pathologien mit dem Klinikmüll entsorgt und zum Teil zu einem im Straßenbau oder in Lärmschutzwänden verwendeten Granulat verarbeitet wurden.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft setzte sich im Jahr 2000 dafür ein, dass alle Krankenhäuser dafür Sorge tragen müssen, Kinder in adäquater Form bei zusetzen.
Für ganz Deutschland wurde mit 15.5.2013 erfolgreich für die Registrierungsmöglichkeit von Fehlgeburten am deutschen Standesamt eingerichtet. Österreich, Schweiz, Spanien.
Nicht nur für die Zukunft nach erfolgter Totenbeschau, sondern auch rückwirkend, wenn die Frau dem Standesamt gegenüber eine medizinische Bestätigung vorlegen kann, das sie einmal schwanger war.
Pater Klaus Schäfer hat die Aktion allen Menschen ein Grab am 28.12.2002 - laut römisch katholischem Kalender "am Tag der unschuldigen Kinder" gegründet und Sternenkind.info hat die Aktion für Österreich übernommen.
Das Naturhistorische Museum Wien nhm-wien zeigt bis 10.7.2016 überraschende Ergebnisse der
Stammzellforschung
Broschüre
Danke in das in mich gesetzte Vertrauen, danke das ich auf Ihren Wunsch hin die Daten und ein Plakat oder Foto von Ihrem Anliegen veröffentlichen darf.
Bitte schreiben Sie mir jetzt.
oder besuche mich auf facebook.
Julia Bogensperger - Diplomarbeit 'Sinn – Rekonstruktion nach dem Tod des eigenen Kindes und der Zusammenhang mit
Posttraumatischer Persönlicher Reifung und
Ein weiterer Artikel von Ihr ist erschienen im "European Journal of Psychotraumatology" unter dem Titel: "Losing a child: finding meaning in bereavement".
Kommt Ihnen die Aussage "Kann ich mir nicht vorstellen" bekannt vor? Albert Einstein sagte: Sich etwas vorzustellen ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Versuchen Sie sich etwas vorzustellen auch dann, wenn Sie noch keine Idee haben, wie es gehen soll. Tun Sie so, als ob es bereits eingetreten wäre und betrachten Sie ihr Bild in Ihre Vorstellung. Je klarer ihr inneres Bild ist, desto realer fühlt es sich an. Auf diese Gefühle folgen Ideen sowie das Erkennen von Möglichkeiten, wie ihre Vorstellung tatsächlich Realität werden könnte. Das heißt: Der Weg zum Ziel wird erst dann klar ersichtlich, wenn auch das Ziel mit Ihren innersten Herzenswünschen (dem was Ihre Seele braucht) übereinstimmen.
Wir müssen trauern, denn wir wagten es, unser Kind zu lieben.
Es stimmt,
dass wir durch das Trauern wieder genesen werden.
Wir werden nie wieder das Leben führen welches wir früher hatten,
aber wir können uns ein anderes Leben aufbauen.
Unsere Herzen werden heilen,
unsere Schmerzen werden weniger,
und wir werden eines Tages in der Lage sein,
ohne Tränen über unser verstorbenes Kind zu sprechen.
Es wird sogar der Tag kommen,
wo wir es wagen,
wieder zu lachen.
Paul O. Kinney
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Gib mir, Gott, die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Friedrich Christoph Oettinger
Die Gelassenheit zu den Dingen und die Offenheit für das Geheimnis gehören zusammen.
Martin Heidegger
Gäbe es immer nur eine Wahrheit, könnte man von einem Thema keine hundert Bilder malen.
Pablo Picasso
Unsere Gegenwart und unsere Vergangenheit sind die Steine, aus denen wir unser Leben bauen.
Henry Wadsworth Longfellow
Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten, uns würdig zu zeigen - nein, unserer Enkel.
Bertha von Suttner
Ändere dich langsam und freudig - die Umstände werden sich augenblicklich und unvorstellbar ändern.
Sri Chinmoy
Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen. Bist Du glücklich, so machst du auch andere glücklich.
Ludwig Feuerbach
Grab zu vergeben: Immer wieder gibt es Angebote im Internet - das ein Grab zu vergeben sei - jedoch wird das Benützungsrecht durch Bezahlung der ersten Beerdigung bzw. durch Einzahlung eines Lebzeitenangebotes gegründet und geht dann im Erbweg auf gesetzliche Erben über. Daher kann ein altes Friedhofsdauergrab (die Möglichkeit ein Grab auf Friedhofsdauer zu erwerben wurde ca. 1950 abgeschafft ) nur dann als Benützungsberechtigte umgeschrieben werden, wenn Sie nachweislich ein Familienmitglied sind und die Verzichtserklärung aller anderen Miterben vorlegen können.
Es folgt ein Hinweis auf Verhaltensvorschriften bei dem Gesundheitsamt und dem Bestatter gegenüber Meldepflichtigen Krankheiten.
Die Liste - was eine Meldepflichtige Krankheiten ist - wird beim Gesundheitsamt beständig aktualisiert.
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